Ratenkredit: Worauf sollten EU-Verbraucher achten?

Die Vorstellung, zur Bank zu gehen und sich mit Hilfe des Ratenkredits eine Summe geben zu lassen, ist schon verlockend. Endlich wieder flüssig, endlich das Traumauto kaufen können oder einen langen Urlaub machen. Diese Verlockung kann aber auch trügerisch sein. Denn viele vergessen bei der Euphorie, dass ab nun monatliche Belastungen auf einen zukommen werden. Das heißt, dass das oberste Gebot sein sollte, sich selbst auszurechnen, ob man sich einen Ratenkredit überhaupt leisten kann. Allerdings überprüft natürlich auch die Bank die Bonität. Dabei werden die Einnahmen der Ausgaben, die man hat, gegenübergestellt. Ist die Summe zum Leben zu gering, dann wird die Bank dem Kredit nicht entsprechen, gegebenenfalls die Kreditsumme senken oder Sicherheiten verlangen.

Wichtige Aspekte für Kreditnehmer

Ein weiterer wichtiger Aspekt für den Kreditnehmer sind die Zinsen. Die kann man zwar nicht beeinflussen, doch man kann sich eine Bank suchen, die niedrigere Zinssätze hat. Wie aber stellt man das an? Von Bank zu Bank rennen und nachfragen ist wohl kaum sehr produktiv. Richtig, und das muss auch keiner tun. Glücklicherweise gibt es ja das Internet. Hier findet man viele Kreditvergleichsrechner, die die Konditionen der unterschiedlichen Anbieter gegenüberstellen. So findet man schnell eine Bank, die den niedrigsten Zinssatz bietet. Man sollte nicht denken, dass zwischen 5,99 und beispielsweise 6,49 Prozent kein großer Unterschied ist. Bei einer Summe von 100.000 Euro würde ein um 0,5 Prozent höherer Zinssatz eine Summe von 500 Euro pro Jahr ausmachen.

Antrag und Voraussetzung

Möchte man nun einen Ratenkredit abschließen, kann man direkt zur Bank gehen oder seinen Kredit online beantragen. Neben der Bonität, die als Voraussetzung für die Genehmigung des Kredites gilt, wird auch eine Anfrage bei der Schufa, der Schutzgemeinschaft für die allgemeine Kreditsicherung gemacht. Das heißt, wenn man dort einen negativen Eintrag haben sollte, dann wird der Kredit nicht bewilligt werden. Einen negativen Eintrag erhält man dann, wenn man beispielsweise Rechnungen nicht gezahlt hat und ein Verfahren anhängig ist. Auch sind dort alle bereits laufenden Kredite verzeichnet. Wer bereits weiß, dass er einen negativen Schufaeintrag hat, der braucht sich den Weg zu einer deutschen Bank gar nicht erst zu machen. Der berühmte schufafreie Kredit, der immer wieder angeboten wird, ist möglich, jedoch nur über ausländische Banken. Hier muss man sich an einen Kreditvermittler wenden. Die Summe, die man bekommen kann, ist aber begrenzt und liegt im unteren Tausenderbereich.

Je nach den eigenen finanziellen Verhältnissen und dem Einkommen, das man monatlich hat, kann die Bank Sicherheiten verlangen. So fordern viele Banken eine Lohn- und Gehaltsabtretung. Das heißt, wenn man seinen Zahlungen nicht nachkommt, kann die Bank die Forderungen vom Lohn einbehalten. In Ausnahmefällen kann auch eine Bürgschaft gefordert werden. Hier tritt ein außenstehender Dritter als Bürge ein und wird im Fall der Nichtzahlung der monatlichen Beiträge zur Zahlung herangezogen. Manche Banken verlangen auch den Abschluss einer Risikolebensversicherung, für den Fall des Todes des Kreditnehmers. So wäre die Kreditsumme abgesichert. Handelt es sich bei dem Ratenkredit um einen Autokredit und wird dieser über das Autohaus abgeschlossen, kommt nicht selten eine Sicherungsübereignung zustande. Hierbei dient das Fahrzeug als Pfand. Der Kreditgeber wird dabei bis zur kompletten Bezahlung des Kredits Eigentümer, der Kreditnehmer kann das Fahrzeug natürlich nutzen.

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